{"id":3883,"date":"2019-12-16T11:38:57","date_gmt":"2019-12-16T10:38:57","guid":{"rendered":"https:\/\/lonews.de\/?p=3883"},"modified":"2019-12-16T11:38:58","modified_gmt":"2019-12-16T10:38:58","slug":"hochwasser-in-venedig-das-ende-der-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/2019\/12\/16\/hochwasser-in-venedig-das-ende-der-stadt\/","title":{"rendered":"Hochwasser in Venedig &#8211; Das Ende der Stadt?"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-regular-font-size wp-block-paragraph\">Vor rund einem Monat bot sich in Venedig ein Bild des Chaos: Der Markusplatz stand unter Wasser, Gondeln, die sich aus ihren Vertauungen l\u00f6sten, trieben so in den Stra\u00dfen und Gassen umher. Am Dienstag, den 12.11.2019, wurde die Stadt von einer \u00dcberschwemmung betroffen. In der Nacht zu Mittwoch starb mindestens ein Mensch bei dem Versuch, seine Wasserpumpe in Betrieb zu setzen. Um Mitternacht betrug der Wasserpegel 187 Zentimeter. Das ist der h\u00f6chste Wert seit 53 Jahren. Am Sonntag, den 15.11.2019 stieg das Wasser noch einmal auf 150 Zentimeter. W\u00e4hrend die Einwohner versuchten, gegen die gewaltigen Wassermengen anzuk\u00e4mpfen und ihr Hab und Gut vor der Zerst\u00f6rung durch die Naturkatastrophe zu retten, reisten Touristen extra wegen des Hochwassers nach Venedig. In Stiefeln stapften sie \u00fcber den \u00fcberfluteten Markusplatz und machten es sich vor den wenigen Cafes gem\u00fctlich, die trotz des Unwetters noch ge\u00f6ffnet hatten.   <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size wp-block-paragraph\">Jedes Jahr wird die sch\u00f6ne Stadt von einer Flutkatastrophe heimgesucht, dem Acqua alta. Doch dieses Jahr schlug das Naturph\u00e4nomen besonders heftig zu. Ein Grund hierf\u00fcr ist die Erderw\u00e4rmung, denn durch den Anstieg des Meeresspiegels, erh\u00f6ht sich die Gefahr der \u00dcberflutung. Au\u00dferdem sackt der Boden in Venedig ab. Ein Gro\u00dfteil der Stadt wurde n\u00e4mlich auf Pf\u00e4hlen gebaut. Ebbe und Flut und die Wellenbewegungen gro\u00dfer Schiffe nagen schon seit langer Zeit an diesen Bauten. Kritiker behaupten zudem, dass das Ausbaggern der Fahrrinne f\u00fcr Schiffe f\u00fcr das Absacken von Venedig verantwortlich sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size wp-block-paragraph\">Die Folgen der \u00dcberschwemmungen sind enorm. Insgesamt sind Sch\u00e4den von hunderten Millionen Euro entstanden. Aus mehreren Mauern sind ganze Gesteinsbrocken aus dem Mauerwerk herausgebrochen, Wohnungen und Gesch\u00e4fte wurden \u00fcberflutet und M\u00fcll und Sand wurde in die Stadt geschwemmt. Doch am Schlimmsten hat es den ber\u00fchmten Markusdom getroffen: Ein wertvolles Mosaik mit einem Pfau und mehrere Marmors\u00e4ulen wurden zerst\u00f6rt. Doch das ist noch l\u00e4ngst nicht alles, denn es werden Langzeitsch\u00e4den entstehen. Nachdem das Wasser abgeflossen ist, wird nur noch Salz zur\u00fcckbleiben. Dieses greift die Ziegelsteine und den Marmor an und zerst\u00f6rt manche der Bauten sogar unwiderruflich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-regular-font-size wp-block-paragraph\">Doch h\u00e4tte sich die Weltkulturstadt gegen die Katastrophe besser wehren k\u00f6nnen? Es wird schon seit 2003 an dem sogenannten Mose-Projekt gebaut. Es handelt sich um ein gro\u00df angelegtes Sperrwerk mit bewegbaren Fluttoren, welches die Stadt vor Hochwassern sch\u00fctzen soll. Eigentlich sollte das Projekt bereits 2014 in Betrieb genommen werden, doch aufgrund von Korruptionsskand\u00e4len verz\u00f6gerte sich die Fertigstellung bis heute. Nun hei\u00dft es, dass im Jahr 2021 die rund sechs Milliarden Euro teure Anlage fertiggestellt werden soll. Allerdings kommt bei Kritikern die Frage auf, ob das Projekt \u00fcberhaupt gro\u00df genug angelegt sei, um die Stadt vor Hochwassern wie diesem zu sch\u00fctzen. Zudem bef\u00fcrchten Umweltsch\u00fctzer, dass die Flutbarrieren das sensible \u00d6kosystem in der Lagune gef\u00e4hrden, in der sich Venedig befindet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor rund einem Monat bot sich in Venedig ein Bild des Chaos: Der Markusplatz stand unter Wasser, Gondeln, die sich aus ihren Vertauungen l\u00f6sten, trieben so in den Stra\u00dfen und<\/p>\n","protected":false},"author":48,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3883","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3883","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/48"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3883"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3883\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3973,"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3883\/revisions\/3973"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3883"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3883"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lonews.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3883"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}