Der „Kolumbus-Tag“ (amerikanisch: „Columbus Day„) ist ein Feiertag in den Staaten, der seit 1971 jeweils am zweiten Montag im Oktober zu Ehren von Christoph Kolumbus gefeiert wird. Es handelt sich um einen nationalen Feiertag in Gedenken an Amerikas Entdecker, der am 12. Oktober 1492 in der ,,Neuen Welt“ ankam. 1968 ist er dann zu einem beweglichen Feiertag geworden und vielerorts gibt es Paraden und Umzüge. Doch der „Kolumbus-Tag“ wird zunehmend kritisch betrachtet

Die Streitfrage: Christoph Kolumbus war nicht nur der große Entdecker. Für die indigene Bevölkerung und viele Menschen, vor allem in Lateinamerika, steht Kolumbus für den Anfang der spanischen Kolonialzeit. In dieser Zeit wurden Verbrechen wie Völkermord, Verfolgung und Unterdrückung über Jahre an den amerikanischen Ureinwohnern begangen. Aus diesem Grund wird nun immer öfter darüber gestritten, ob man die brutale Eroberung, Ausbeutung der Ureinwohner und ihren Auslöser, Kolumbus, feiern sollte.

Lösungen: Um diese Streitfrage aus der Welt zu schaffen, wurde der „Columbus Day“ in einigen Bundesstaaten in „Indigenous Peoples‘ Day“ oder „Native American Day“ umbenannt. So soll erreicht werden, dass nicht mehr Kolumbus selbst, sondern den Opfern der Verbrechen während der Kolonialzeit gedacht wird. Die Italo-Amerikaner jedoch möchten den „Columbus Day“ als diesen behalten, da an ihm auch an die Einwanderungsgeschichte erinnert wird und Kolumbus außerdem Italiener war. Aus Protest gegen den „Columbus Day“ wurden letztes Jahr erstmalig in ganz Amerika viele Kolumbusstatuen mit roter Farbe beschmiert. Vielleicht passiert das in diesem Jahr erneut.

Auch in diesem Jahr wird der „Kolumbus-Tag“ wieder in vielen Ländern unter vielen verschiedenen Namen und Anlässen gefeiert. Venezuela feiert den „Día de la Resistencia Indígena“ („Tag des indigenen Widerstandes“). In Spanien wird am „Fiesta Nacional de Espana“ (Spanischer Nationalfeiertag) eine Militärparade in Madrid veranstaltet. Und in Amerika feiert man auch dieses Jahr wieder den „Columbus Day“. Aus welchem Anlass ist und bleibt jedoch umstritten.