Eine Entscheidungshilfe? – Der Berufskontakttag
Interview mit Herrn Schepers
Vielen Dank, dass Sie sich Zeit für dieses Interview nehmen. Woher stammt eigentlich die Idee des Berufskontakttages? Ist dieser vorgegeben oder wurde er von der Schule selbst entwickelt?
Der Berufskontakttag ist nicht verpflichtend vorgegeben. Mein Vorgänger als StuBo, also als Koordinator für Studien- und Berufsorientierung, Herr Rösel, hat diesen Tag bereits eingeführt. Ich habe das Konzept anschließend übernommen und etwas weiterentwickelt.
Was ist die grundlegende Idee hinter dem Berufskontakttag?
Die Idee ist, dass ehemalige Schülerinnen und Schüler der Loburg an ihre Schule zurückkehren und den jetzigen Schülern von ihrer Karriere berichten. Sie erzählen z.B was sie nach dem Abitur gemacht haben, welche beruflichen Wege sie eingeschlagen haben und welche Überlegungen sie damals hatten. Dadurch können sie den aktuellen Schülern bei ihrer eigenen Orientierung helfen.
Wie ist der Berufskontakttag aufgebaut?
Der Tag beginnt mit einer Auftaktveranstaltung in der Aula. Dort sitzen alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 11 und 12. Die Referenten stellen sich nacheinander kurz vor und geben einen Überblick über ihre Vorträge. Anschließend besuchen die Schüler drei verschiedene Vorträge, die jeweils etwa 30 Minuten dauern. So erhalten sie Einblicke in unterschiedliche Berufsfelder.
Gibt es ein Berufsfeld, das bei den Schülern besonders beliebt ist?
Ja, in diesem Jahr war beispielsweise ein Vertreter der Bundespolizei da, dessen Vortrag sehr gut besucht war. Auch die Bundeswehr war vertreten und hat großes Interesse geweckt. Besonders beliebt war zudem ein Vortrag der Agentur TravelWorks aus Münster. Dort wurden Möglichkeiten vorgestellt, nach dem Abitur zunächst ins Ausland zu gehen, was viele Schüler angesprochen hat.
Was würden Sie als Highlight des letzten Berufskontakttages bezeichnen?
Ein besonderes Highlight war sicherlich der Besuch der Bundeswehr, die mit einem Marinehubschrauber angereist ist. Die Crew stand den Schülern für Fragen zur Verfügung, was sehr gut angekommen ist. Darüber hinaus gab es ein sehr vielfältiges Angebot an Vorträgen, zum Beispiel aus den Bereichen soziale Arbeit und Medizin. Besonders hervorzuheben ist auch ein ehemaliger Schüler, der 1986 sein Abitur gemacht hat und heute als Arzt in den USA arbeitet. Er war gerade in Europa und hat die Gelegenheit genutzt, an seine alte Schule zurückzukehren und von seinem Werdegang zu berichten.
